KUNDENINFORMATION & ARBEITSVORBEREITUNG

Wichtige Hinweise für einen reibungslosen Montageablauf

 

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

um eine fachgerechte, sichere und zeiteffiziente Ausführung Ihres Auftrags zu gewährleisten, haben wir nachfolgend die wichtigsten organisatorischen Rahmenbedingungen für den Einbautag zusammengefasst. Wir bitten Sie höflich, diese Punkte vor der Ankunft unseres Montageteams durchzugehen.



I. Präsenz & Bauabnahme


  • Mindestanwesenheit: Eine durchgehende Anwesenheit Ihrerseits ist nicht zwingend erforderlich. Ihre persönliche Präsenz (oder die einer von Ihnen bevollmächtigten Person wie Familie/Nachbarn) ist ausschließlich zu zwei Kernzeiten notwendig:
  1. Arbeitsbeginn: Zur Gewährung des Zugangs sowie zur finalen Detailabsprache vor Ort.
  2. Projektabschluss: Zur gemeinsamen technischen Endabnahme.
  • Abnahmeprotokoll: Nach Fertigstellung der Montage wird ein verbindliches Übergabeprotokoll erstellt. Hierin werden alle erbrachten Leistungen dokumentiert sowie eventuelle Nachbesserungswünsche oder Schäden schriftlich und beidseitig quittiert festgehalten.



II. Technischer Montageablauf & Fertigstellung


  • Objektbegehung: Vor Arbeitsbeginn analysieren unsere Monteure die Gegebenheiten vor Ort, um eventuelle Besonderheiten direkt mit Ihnen abzustimmen.
  • Werkschutz (Böden & Inventar): Um Ihre Räumlichkeiten vor Verunreinigungen oder mechanischen Beschädigungen zu schützen, werden alle relevanten Laufwege und Arbeitsbereiche von uns standardmäßig mit speziellem Abdeckvlies ausgelegt.
  • Zügiger Verschluss der Gebäudehülle: Der Rückbau der alten Elemente und der Einsetzvorgang der Neubauteile erfolgen direkt hintereinander. Es ist somit garantiert, dass jede Wandöffnung noch am selben Kalendertag wieder wind- und wetterfest verschlossen ist.
  • Finishing: Anschluss- und Putzarbeiten werden vorzugsweise am selben Tag durchgeführt. Bei Großprojekten mit mehreren Elementen erfolgt die Montage rollierend an den Folgetagen, sodass ein strukturierter und fließender Baufortschritt entsteht.
  • Übergabereinigung: Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine besenreine Grobreinigung inklusive Absaugen des direkten Arbeitsumfeldes.
  • Wartezeit für Dichtstoffe (Wichtig): Nach dem Einbringen von Silikon- und Acrylfugen sind diese extrem empfindlich. Wir bitten Sie dringend, eine gründliche Eigenreinigung der Elemente erst mindestens 4 Stunden nach Abfahrt unseres Teams vorzunehmen, um die frischen Dichtungsphasen nicht zu beschädigen.
  • Erstlüftung nach Montage: Durch die neuen, hochdichten Elemente sowie den Einsatz von Montage- und Putzmaterialien entsteht kurzzeitig eine erhöhte Raumfeuchtigkeit. Um Kondensatbildung vorzubeugen, ist direkt nach der Montage ein mehrmaliges, intensives Stoßlüften erforderlich.



III. Mitwirkungspflichten des Kunden (Vorbereitung vor Ort)


Für den reibungslosen Einsatz des Montageteams sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte stellen Sie folgende Punkte sicher:

  • Logistik & Stellplatz: Für unser Montagefahrzeug muss ein adäquater Parkplatz so nah wie möglich am Objekt organisiert werden. Aufgrund des hohen Gewichts der Elemente verkürzen kurze Tragewege die Montagezeit erheblich.
  • Fahrzeugabmessungen: Länge: 6,00 m | Breite: 2,10 m | Höhe: 2,60 m. Bitte kalkulieren Sie ausreichend Raum für Rangier- und Entladevorgänge ein.


  • Baufeld & Zuwege: Direkt vor den auszutauschenden Elementen muss eine Freifläche von ca. 1 bis 2 Metern geschaffen werden. Die internen Laufwege müssen komplett freigeräumt, rutschsicher und stolperfrei sein.
  • Sonderhinweis Winter: In den Wintermonaten ist eine schnee- und eisfreie Zuwegung vom Fahrzeug bis zur Haustür zwingend erforderlich.


  • Verbindlicher Arbeitsschutz (PSA): Unsere Monteure sind gesetzlich und über die Berufsgenossenschaft verpflichtet, im gesamten Gebäude zertifizierte Sicherheitsschuhe zu tragen. Das Arbeiten in Socken oder mit textilen Schuh-Überziehern ist aus Gründen des Unfallschutzes und der Haftung strikt untersagt.


  • Energie- und Wasserversorgung: Für den Betrieb unserer Werkzeuge (Sägen, Bohrhämmer) sowie für eventuelle Putzarbeiten benötigen wir vor Ort kostenfreien Zugang zu einer funktionierenden Stromversorgung (230 V) und einer Wasserzapfstelle.


  • Staub- & Inventarschutz: Handwerkliche Arbeiten sind niemals vollständig staubfrei realisierbar. Bitte entfernen Sie sensible Wertgegenstände vorab aus dem Raum. Großmöbel (z. B. Schränke, Betten) sollten bei Bedarf von Ihnen eigenständig mit einer Schutzfolie abgedeckt werden.


  • Demontage von Zubehör: Jalousien, Rollos, Gardinen, Dekorationen oder Verkleidungen im unmittelbaren Fenster- und Türbereich sind vorab kundenseitig zu demontieren. Sollten unsere Monteure diese Zusatzarbeiten auf Ihren Wunsch hin übernehmen, werden diese Leistungen als kostenpflichtiger Mehraufwand nach tatsächlichem Zeitaufwand abgerechnet.



IV. Wichtiger Hinweis: Anpassung des Lüftungsverhaltens nach Fenstertausch


Durch den Einbau Ihrer neuen Fenster und Türen wurde die Gebäudehülle energetisch optimiert und nahezu 100 % luftdicht verschlossen. Was im Hinblick auf Heizkosten und Schallschutz ein großer Vorteil ist, birgt bei falscher Handhabung ein erhebliches Risiko für Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbildung an den Außenwänden.


Das Problem:
Bei Ihren alten Fenstern fand durch minimale Undichtigkeiten an den Dichtungen und Rahmen ein permanenter, unbemerkter Luftaustausch statt. Dieser natürliche Luftwechsel fällt ab sofort komplett weg. Zudem war früher das kalte Fensterglas der Punkt, an dem Luftfeuchtigkeit kondensierte. Bei den neuen, warmen Isoliergläsern verlagert sich dieser „Taupunkt“ an kältere Stellen im Raum – zum Beispiel in Raumecken, Fensterlaibungen oder hinter Schränke. Wenn die im Alltag entstehende Feuchtigkeit (durch Kochen, Duschen, Atmen, Pflanzen) nicht aktiv abgeführt wird, droht dort Schimmel.


Die goldene Regel für richtiges Lüften ab dem Einbautag:


  1. Stoß- und Querlüften statt Kippstellung: Öffnen Sie die Fenster mehrmals täglich für 5 bis 15 Minuten komplett weit (am besten gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffnen, um Durchzug zu erzeugen). Das dauerhafte Kippen der Fenster ist wirkungslos, kühlt im Winter die Wände rund um das Fenster aus und provoziert Schimmelbildung.
  2. Frequenz: Lüften Sie mindestens 3- bis 4-mal täglich. Ein kompletter Luftaustausch sollte direkt morgens nach dem Aufstehen sowie abends vor dem Schlafen erfolgen.
  3. Spitzenfeuchtigkeit sofort abführen: Nach dem Duschen, Baden, Kochen oder beim Wäschetrocknen muss der betroffene Raum sofort intensiv gelüftet werden, damit sich die Feuchtigkeit nicht in den Wänden festsetzt.
  4. Richtig Heizen: Halten Sie die Räume gleichmäßig warm (möglichst nicht unter 16 °C bis 18 °C absinken lassen). Kalte Luft kann deutlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als warme Luft, was das Schimmelrisiko massiv erhöht.
  5. Möbelabstand an Außenwänden: Stellen Sie große Möbelstücke (wie Schränke oder Betten) an ungedämmten Außenwänden mit einem Mindestabstand von 5 bis 10 cm zur Wand auf, damit die Luft dahinter zirkulieren kann.


Hinweis: Bitte achten Sie in den ersten Wochen nach dem Einbau besonders auf ein verändertes Raumklima und nutzen Sie im Idealfall ein einfaches Hygrometer, um die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40 % und 60 % zu halten.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Gemeinsam sorgen wir so für eine schnelle und reibungslose Montage.


Ihr Montageteam